Kastration

Kastration

Kastrierte Katzen, auch wenn sie als Streuner leben, markieren ihr Revier kaum noch, die Katzenkolonie fällt nicht mehr durch penetranten Geruch auf.
Katerkämpfe und Paarungsschreie entfallen, die Lärmbelästigung nimmt also ebenfalls ab. So wird die Kolonie von den Anwohnern nicht mehr als so sehr störend empfunden, eine Duldung ist eher wahrscheinlich.
Die Kastration hält die Katzen auch gesünder, da z.B. Kater weniger miteinander kämpfen und Katzen seltener zu z.B. Gesäugetumoren neigen. Außerdem wächst die Kolonie nicht unüberschaubar, da kein Nachwuchs aus eigenen Reihen mehr kommt.

 

Für die Kastration werden die Tiere in Lebendfallen gefangen und zum Tierarzt gebracht. Dort werden sie (je nach Wildheit evt. auch in Narkose) sorgfältig untersucht, gegen Parasiten behandelt, gegebenenfalls gegen Katzenseuche und Schnupfen geimpft und schließlich durch die Entfernung der Hoden bzw. der Eierstöcke kastriert. Katzen können auch noch im Anfangsstadium der Trächtigkeit kastriert werden, der Tierarzt wird hier eine tierschutzgerechte Entscheidung treffen. Gerade Streuner bekommen meist noch ein Antibiotikum, damit die kleinen Kastrationswunden auch garantiert gut verheilen und je nach Allgemeinzustand evt. auch Vitamin- bzw. Stärkungspräparate. Außerdem werden die Tiere zumeist durch Tätowierung oder per Chip markiert. Gerade bei Streunern empfiehlt sich eine Ohrtätowierung, durch die dann später gut sichtbar ist, dass das Tier bereits kastriert wurde.

Nach dem endgültigen Aufwachen aus der Narkose können Kater dann sofort wieder an ihre angestammten Plätze zurück, Katzen sollten, wenn irgend möglich, ca. zwei Tage z.B. in der Tierarztpraxis oder bei einer Pflegefamilie bleiben, da der Eingriff doch etwas größer ist als bei Katern. Dann können auch Katzen wieder zurück.

 

Achtung, gerade bei Katzen muss sichergestellt sein, dass diese keine säugenden Welpen haben, diese würden während der Abwesenheit der Mutter verhungern. Wenn Sie nicht sicher sind, bringen Sie die Katze möglichst schnell zum Tierarzt und lassen Sie feststellen, ob sie ein aktives Gesäuge hat. In diesem Fall können Sie die Katze nur zurückbringen und sie später, am besten zusammen mit den Welpen, erneut fangen.