Vorteile der Kastration

Vorteile der Kastration

Geburtenkontrolle durch Kastration schränkt die ungeheure Fruchtbarkeit der Katzen ein. Dies verhindert viel Leid und Katzenelend und entlastet die Tierheime und Tierschutzvereine, die häufig um Hilfe gebeten werden, wenn man nicht mehr weiß, wohin mit dem Katzennachwuchs.

Katzen werden nicht mehr rollig. Das Zusammenleben mit ihr wird angenehmer, da der unbedingte Wunsch, nach draußen zu kommen entfällt. Sie hinterlassen auch keine „Duftmarken“ mehr für die Kater.

Kater „spritzen“ nicht mehr, d.h. sie markieren ihr Revier nicht mehr durch Urin, um mögliche Konkurrenz abzuschrecken oder Katzen anzulocken. Der penetrante Geruch entfällt, da das urinieren gegen Möbel, Wände, Teppiche etc. entfällt.

Die Gesundheit von Katzen und Katern wird besser. Prügeleien und Revierkämpfe und die damit verbundenen Verletzungen sowie die Ansteckung mit durch Bisse übertragbare Krankheiten nehmen deutlich ab. Katzen haben seltener Krebs und Tumore. Das schont den Geldbeutel.

Katzen und Kater werden nach der Kastration häuslicher. Da die eigene Familienplanung und das Konkurrenzdenken gegenüber anderen Katzen nicht mehr Lebensinhalt sind, sind sie menschenbezogener, freundlicher gegenüber Artgenossen und dehnen ihre Streifzüge in die Freiheit nicht mehr kilometerweit aus. Auch die kräftezehrende Aufzucht von Nachwuchs entfällt. Dadurch kommt Ihre Katze obendrein mit weniger Futter aus, auch das hilft sparen.

Katzen und Kater werden mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif und können danach bis zu dreimal im Jahr bis zu 7 Junge bekommen. Je schneller Sie also einen Termin mit Ihrem Tierarzt machen, desto besser für Sie und Ihr Tier!

Kastration ist wichtig!

Ein Katzenpaar kann bis zu dreimal im Jahr bis zu sieben Kätzchen bekommen.
Nehmen wir an, ein Katzenpaar bekommt nur zweimal im Jahr Nachwuchs, und je Wurf überleben nur durchschnittlich 2,8 Katzenkinder, dann gibt das nach nur 10 Jahren mehr als 80 Millionen Kätzchen!

Handeln Sie schnell und lassen Sie Ihre Katzen kastrieren!

Die Kastration von Katze und Kater

Über die Kastration besteht auch heute noch eine falsche Vorstellung. So glauben einige, dass die Tiere danach fett und faul werden, man ihnen etwas nimmt oder dass es wichtig für die Entwicklung der Persönlichkeit ist, dass eine Katze wenigstens einmal vorher wirft.
Nichts davon stimmt!!!!

Wenn eine Katze dick wird, liegt dies einzig und allein an einem Zuviel an Futter. Und je dicker eine Katze ist, desto träger ist sie auch. Ebenso nimmt man seinen Katzen gar nichts durch die Kastration, da sie sich an den Geschlechtstrieb hinterher nicht mehr erinnern. Die Kastration bedeutet vielmehr den Verlust eines leidenschaftlichen und triebhaften Geschlechtslebens, das unter Katzen nicht gerade mit liebevoller Zärtlichkeit ausgetragen wird. Eine Paarung bei Katzen kommt schon manchmal einer Vergewaltigung gleich und ist fast immer mit Schlägen und Beißereien verbunden.

So ist zum Beispiel ein Kater nach der Kastration nicht mehr tagelang unterwegs und bekommt als Folge von Katerkämpfen völlig ramponiert mit Wunden und Abszessen zurück. Auch hört das unangenehme „Spritzen“ auf, wodurch der Kater sein Revier markiert. Wer einmal gerochen hat, wie penetrant der Urin eines unkastrierten Katers riecht, wird sein Tier schnellstens kastrieren lassen.

Nach der Kastration sind Katzen angenehmere Gesellschafter für uns Menschen und kommen auch mit Artgenossen besser aus, da die Revierkämpfe entfallen!

Eine Katze wird nach der Kastration nicht mehr rollig. Abgesehen davon, dass das ständige Gemaunze und Geschreie der Katze für den Besitzer und auch den Nachbarn nervtötend sein kann, steht auch die Katze während dieser Zeit unter einer großen Anspannung. Sie frisst nicht oder nur wenig und magert deutlich ab. Es braucht nicht erwähnt zu werden, dass dies gesundheitlich nicht gerade förderlich ist. Weiterhin ist wissenschaftlich bewiesen, dass kastrierte Katzen wesentlich seltener an Gebärmutterentzündungen erkranken als unkastrierte Tiere.

Das Wesen von Katzen und Katern verändert sich nach der Kastration eher positiv. Die Tiere werden anhänglicher und sich auch bessere Mäusefänger als unkastrierte Tiere.

Eine Katze oder einen Kater kann man ab dem 6.-8. Lebensmonat je nach Entwicklungszustand kastrieren lassen. Je jünger das Tier ist, desto weniger belastend wirkt der kleine Eingriff. Man kann jedoch ohne Bedenken auch ältere Tiere kastrieren lassen. Katzen können auch während der Rolligkeit oder wenn sie schon trächtig sind kastriert werden.

Natürlich ist der Eingriff im Falle einer Trächtigkeit komplizierter und tiefgreifender, da nun auch die Gebärmutter entfernt werden muss.
Während man mit seinem Kater die normale Sprechstunde des Tierarztes aufsuchen kann, muss man für die Kastration der Katze einen Termin ausmachen. Vor der Kastration müssen die Tiere mindestens 12 Stunden nüchtern gehalten werden. Dadurch hat der Magen Zeit, sich zu entleeren. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Tier während der Narkose erbricht und durch das Einatmen des Erbrochenen in die Luftröhre und Lungen erstickt. Bei der Kastration selbst entfernt der Tierarzt beim Kater die Hoden und bei der Katze die Eierstöcke. In der Regel können Sie Ihr Tier nach der Kastration wieder mit nach Hause nehmen.

Bitte achten Sie darauf, dass das Tier während der Narkose oder beim erwachen Urin absetzt. Es ist ratsam, ein altes, sauberes Laken in den Transportkorb zu legen, das dann schnell gewechselt werden kann.

Viele Katzen haben in der Aufwachphase nach der Operation die Eigenschaft, umherzulaufen, obwohl sie eigentlich noch gar nicht sicher auf den Beinen sind. Die Tiere torkeln dann im Zimmer umher, rennen gegen Möbelstücke etc.. In einem solchen Fall setzt man die Katze sinnvollerweise wieder in ihren Katzenkorb oder Container, bis sie wieder sicher auf den Beinen ist. Es ist wichtig, daß das Tier nach der Kastration absolute Ruhe hat. Wasser sollten Sie sofort bereitstellen. Füttern dürfen Sie frühestens am nächsten Tag. Erfahrungsgemäß rühren die Katzen aber erst am übernächsten Tag ihr Futter an. Sollte die Katze erbrechen, so ist dies kein Grund zur Sorge, sondern nur noch die vorübergehende Folge des Eingriffs. Nur wenn die Katze sehr häufig erbricht und außerdem noch matt wirkt, sollten Sie ihren Tierarzt um Rat fragen. Wenn bei der täglichen Kontrolle eine starke Rötung oder Schwellung der Wunde bemerken, suchen Sie bitte sofort den Tierarzt auf. Verhindern Sie ein starkes Belecken der Wunde durch Ihre Katze. Im allgemeinen erholen sich die Tiere schnell. Ein Kater ist bereits am anderen Tag und eine Katze nach 3 – 5 Tagen wieder wohlauf. Für diese Zeit (Kater 1 Tag, Katze 3 – 5 Tage) sollten Tiere mit Auslauf in der Wohnung gehalten werden. Bei der Kastration kann das Tier gleichzeitig tätowiert werden. Dabei wird während der Narkose im Ohr mit Nadeln eine Kennzeichnung eingeritzt (vergleichbar der Tätowierung beim Menschen). Mit dieser Kennzeichnung kann Ihre Katze in einem Zentralregister bundesweit erfasst werden und bei Verlust wieder aufgefunden werden.